by Alexandra
9. May 2010 11:00
Am Montag, 3. Mai, war es also soweit: Mal wieder ein Konzert, wohin es sich zu gehen lohnte. Dass es soweit war, merkte ich jedoch mal wieder erst einen Tag zuvor ... die Zeiten, als ich mich monatelang auf eine Show gefreut habe, scheinen vorbei zu sein ... keine Ahnung, woran das liegt. Doch die Vorfreude stellte sich dann doch noch ein, kurz vor dem Konzert. Pennywise gehören zu meinen langjährigen Lieblingsbands und Strike Anywhere ebenfalls. Nicht einmal die Tatsache, dass an Stelle von Jim Lindberg nun der Sänger von Ignite am Mikrofon stehen würde, konnte mich betrüben, obwohl ich die meiner Meinung nach etwas zu hohe Stimmlage des Sängers von Ignite eher mässig finde.
Das Konzert fand im grossen Saal im Dynamo statt. Ein Ort, wo ich ewig nicht war. Klein aber fein - oder eben gerade richtig für so einen Event. Sehr erfreulich auch die Tatsache, so viele bekannte Gesichter anzutreffen, obwohl es Montag war. Wir konnten gerade noch die Bar stürmen, bevor die Show ausverkauft war und es überall einen riesigen Andrang gab. Im Raum vor der Bühen war es etwa 35 Grad heiss, also retteten wir uns auf die Galerie, wo man mehr sah und weniger schwitzte. Bald schon legten A Wilhelm Scream los, zu denen ich leider wenig sagen kann, weil ich sie nicht gut kenne und mir der Sound ein zu grosses Mischmasch aus "wo ist hier eigentlich der Refrain?"-Gitarrenmusik ist. Doch sie gaben alles und beeindruckten ihre Fans mit ihrem speziellen Stilmix aus Emo, Metal und .... was weiss ich.
Auch Strike Anywhere starteten pünktlich und gaben mal wieder alles. Obwohl Frontmann Thomas Barnett noch dasselbe dünne Männlein ist wie eh und je, sein Gesang ist kein bisschen schlechter geworden und Strike Anywhere überzeugten mit alten und neuen Songs und boten eine kurzweilige Show. Dann war es endlich soweit und der Grund, warum die meisten gekommen waren, betrat die Bühne: Die guten alten Pennywise mit neuem Sänger! Ich wusste genau, entweder wird es jetzt total schlecht oder super gut ... und ich kann nur sagen, Zoli Teglas hat seine Hausaufgaben gemacht und sang die alten Hits von Pennywise mit einem Spass und einer Überzeugung, die durchblicken liessen, dass er selbst schon immer ein riesiger Pennywise-Fan gewesen sein muss und es für ihn eine Ehre ist, bei ihnen am Mikrofon zu stehen.
Mit der unverwechselbaren Ignite-Stimme hätte man anfangs sogar meinen können, es handle sich um eine gelungene Coverband von der Sorte, wo es leicht fällt sowohl Originalinterpret als auch Coverband zu erraten, weil beide so unverwechselbar sind. Ich war überrascht und beeindruckt darüber, wie sich der Sänger einer Hardcore-Band so ins Zeug legte und hier eine Melodicpunk-Hymne der 90er nach der anderen spielte. Sofort schloss ich die neuen Pennywise in mein Herz und war froh, dass sie sich nicht aufgelöst haben. Sie spielten nur wenig neue Songs, sondern eher alte Knaller wie "Society" oder "Straight Ahead". Ich liebte es! Irgendwann war dann der Spass vorbei und die Show wurde, wie jeder Pennywise-Fan weiss, mit "Bro Hymn" abgeschlossen. Die Stimmung war super und es tropfte von den Wänden - wie in alten Zeiten und wie es eben sein muss.
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Konzerte